Die meisten, die das Tauchen ausprobieren wollen, bleiben an denselben drei Fragen hängen: ob sie fit genug sind, ob sie in Panik geraten, und ob sie sich gleich auf einen ganzen Kurs festlegen müssen. Hier sind klare Antworten — und danach die richtige Reihenfolge.
Wie fühlt sich der erste Tauchgang wirklich an?
An Land schwerer als erwartet, und schwerelos in dem Moment, in dem Sie unter Wasser sind. Das Atmen durch den Automaten fühlt sich etwa neunzig Sekunden lang seltsam an und hört dann auf, interessant zu sein. Die einzig wirklich neue Empfindung ist der Druck auf den Ohren beim Abtauchen — den Sie ausgleichen, indem Sie die Nase zuhalten und sanft dagegen blasen, genau wie im Flugzeug.
Sie werden nicht ins kalte Wasser geworfen. Ein erster Tauchgang geht auf etwa 6 bis 12 Meter, an einem Riff, mit einem Instructor in Armweite.
Muss man fit oder ein guter Schwimmer sein?
Sie müssen sich im Wasser wohlfühlen und schwimmen können, athletisch sein müssen Sie nicht. Tauchen ist ein langsamer Sport — ruhiges Flossenschlagen und gleichmäßiges Atmen kosten weniger Kraft als ein zügiger Spaziergang. Wer zwei Stockwerke ohne Pause schafft, scheitert nicht an der Fitness.
Einige Vorerkrankungen brauchen allerdings eine ärztliche Freigabe: Asthma, Herzerkrankungen, kürzliche Operationen, Epilepsie und Schwangerschaft (die das Tauchen komplett ausschließt). Vor dem Wassergang füllen Sie einen standardisierten medizinischen Fragebogen aus. Beantworten Sie ihn ehrlich — er existiert zu Ihrer Sicherheit, nicht um Sie auszuschließen.
Erst probieren oder gleich den Kurs?
Erst probieren. Eine Einheit Discover Scuba Diving dauert einen halben Tag, setzt keinerlei Erfahrung voraus und beantwortet für rund 59 € die Frage „mag ich das überhaupt?". Wenn Sie begeistert sind — und das sind die meisten — wird der Betrag oft auf einen vollen Kurs angerechnet.
Wenn Sie ohnehin wissen, dass Sie das Brevet wollen, gehen Sie direkt zum PADI Open Water Diver: drei bis vier Tage, lebenslang gültig, weltweit anerkannt. Das ist die Qualifikation, mit der Sie ohne Instructor an Ihrer Seite tauchen dürfen.
Wenig Zeit? Der Kurs PADI Scuba Diver ist der Zwischenschritt in zwei Tagen — brevetiert bis 12 Meter in Begleitung eines Profis, später aufwertbar.
Was kostet der Einstieg?
- Discover Scuba Diving: ab rund 59 €, Ausrüstung inklusive
- PADI Scuba Diver (2 Tage): mittleres Preissegment, aufwertbar
- PADI Open Water (3–4 Tage): ab rund 326 €, alles inklusive
Die Ausrüstung ist bei allen dreien enthalten — Sie brauchen Badesachen und ein Handtuch. Kaufen Sie vor dem ersten Tauchgang nichts; eine Maske, die zu Ihrem Gesicht passt, ist das Einzige, das sich früh zu besitzen lohnt.
Wie alt muss man sein?
Zehn Jahre für ein vollwertiges Junior-Brevet, mit Tiefenlimits, die mit dem Alter steigen. Jüngere Kinder kommen trotzdem ins Wasser: Der PADI Bubblemaker nimmt sie ab acht Jahren in flachem, beaufsichtigtem Wasser mit.
Die richtige Reihenfolge
- Legen Sie den Discover-Scuba-Tag früh in die Reise — nicht auf den letzten Tag, damit Sie ihn wiederholen können, wenn er Ihnen gefällt.
- Sagen Sie dem Instructor, wenn Sie nervös sind. Das ändert, wie er den Tauchgang taktet.
- Tauchen Sie langsam ab und gleichen Sie aus, bevor die Ohren wehtun, nicht danach.
- Wenn Sie das Brevet wollen, beginnen Sie den Kurs mit mindestens vier verbleibenden Tagen — und denken Sie daran, dass Sie nach dem letzten Tauchgang 18 bis 24 Stunden nicht fliegen dürfen.
Fangen Sie dort an, wo fast alle anfangen: ein erster Tauchgang in Hurghada, oder stöbern Sie durch alle Kurse und Touren.